Arbeitnehmerentwicklung

      Arbeitnehmerentwicklung

      Hallo,

      ich hab das mal bei Off-Topic reingeschrieben, da es mit dem reinen Programmieren nichts zu tun hat.

      Wie manche bemerkt haben, habe ich in den letzten Monaten das Forum terorisiert. Nun habe ich ein Programm entwickelt, welches einsatzbereit ist.


      Kurz zu mir, ich bin Medizinphysiker und arbeite in der Strahlentherapie.
      Meine Aufgaben sind
      Bestrahlungsplanung, Strahlenschutz und Qualitätskontrolle an den Linearbeschleunigern (Hardware-Austausch mit inbegriffen).

      Nun, nachdem mit vielen Firmen gesprochen wurde, wegen Patientenvalidierung vor der Bestrahlung und deren Preise utopisch hoch waren,

      habe ich mich mit einem Kollegen hingesetzt und ein Programm geschrieben, welches die Datenbank abfragt welcher Patient aktuell am Bestrahlunsgrechner aufgerufen ist. Der Patient muss sich über einen Touch-Bildschirm über das, aus der Datenbank geholte, Patienten-ID-Foto verifizieren. Recht simpel und natürlich gibt es mit den Datenschutz keine Probleme, da der Behandlungsraum kein öffentlicher Bereich ist.


      Nun sagt der Geschäftsführer, dass es eine Arbeitnehmererfindung ist, da ich angeblich betriebliche Resourcen genutzt habe.

      Ich habe das Programm immer in meiner Freiziet geschrieben mit meiner privaten Version von Delphi. Die Firma besitz keine Version und auch so wird da nicht programmiert. Es stimmt, dass ich es nach Dienstschluss getestet habe.

      nur der SQL-Code (welcher ohne Datenbank der Arbeit nicht so entstanden sein kann) ist an das System der Praxis angepasst, kann aber frei definiert werden, sodass auch andere Praxen theoretisch das Programm mit angepassten SQl-Code nutzen könnten.

      Also, die einzigste Resource welche ich vom Arbeitgeber genutzt hbe wäre die Datenbank, aber die AbfrageSyntax kann im Programm frei gewählt werden, sodass diese nicht Kernbaustein des Programmes ist. Ich habe das Programm daheim mit Fakedatenbanken getestet!

      Meine Fragen:
      1. Auch wenn mein Beruf nichts mit Programmierung am Hut hat, kann es trotzdem eine Arbeitnehmerentwicklung sein?
      2. Sind dann alle Ideen von mir Arbeitnehmerneticklungen?
      Da solltest du lieber einen Rechtsanwalt, der sich mit Urheberrecht und Vermarktung von Software auskennt, befragen.

      Grundsätzlich sehe ich die Situation leider wie dein Arbeitgeber:
      • du bist in einem Angestelltenverhältnis
      • hast eine Software entwickelt, die in direktem Zusammenhang mit deinem Job steht
      Leider folgt daraus, dass der Arbeitgeber alle Vermarktungsrechte besitzt, ja sogar Urheberrechte beanspruchen darf.

      Siehe dazu folgende Artikel:Die Artikel sind schon älter, aber grundsätzlich hat sich seitdem nichts geändert.

      Grüße
      Mikhal
      Computer erleichtern die Arbeit -
      und die Welt ist eine Scheibe!
      Das ist Mist.

      also beende ich damit das Projekt. Schade. Aber aktuell habe ich 150 Stunden dadran gesessen und bekomme nicht einen Cent.

      Schade eigentlich .... ich finde die Regelung doof, da ich nicht nachvollziehen kann, was Strahlenschutz mit Programmierung zu tun hat -..-

      " Die Entwicklung von Software aus rein privater Initiative fällt jedoch nicht darunter. Dies gilt auch, wenn man sich durch Erfahrungen und Wissen aus der dienstlichen Tätigkeit inspirieren lässt. "

      Das ist aber ein Indiz, welches für mich spricht oder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ozoras“ ()

      Den Frust habe ich schon öfter erlebt, aber leider ist es so.

      Es sei denn, es gibt eine Klausel im Arbeitsvertrag, die Entwicklungen von Mitarbeitern, die zu Verbesserungen im Ablauf beitragen, mit Prämien vergütet werden.

      Ich bin vor Jahren auch darauf reingefallen, weil ich eine von mir privat entwickelte Software mit in die Firma brachte und dort einsetzte. Eine Vermarktung meinerseits war danach nicht mehr möglich und mein Arbeitgeber hat die Vermarktung dann versemmelt.

      Grüße
      Mikhal
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